Günstige Einbruchprävention – leicht gemacht

Nicht nur Haus oder Wohnung selbst gilt es mit verschiedenen Tools zur Einbruchprävention zu sichern, auch der Garten bietet einige Möglichkeiten, um den optimalen Schutz zu gewährleisten.
 
Wenn man bedenkt, dass rund 90 Prozent aller Einbrüche Gelegenheitsdelikte sind – also dann passieren, wenn die Umstände gerade günstig erscheinen – muss man zu aller erst dafür sorgen, dass das eigene Haus so unattraktiv und belebt wie möglich aussieht. Man muss heutzutage aber nicht tausende Euros ausgeben um sein Haus unattraktiv gegen Einbrecher zu machen.
 

Logische Grundmaßnahmen

Zuerst jedoch müssen bei Abwesemjeot (wie Urlaub) ein paar grundlegende Dinge beachtet werden:
 
Vorgezogene Vorhänge oder heruntergelassene Rollos schreien förmlich nach einem Einbruch!
 
Wenn dann auch der Postkasten nicht geleert ist, hat kein Dieb noch Zweifel an einem leerstehenden Haus. Hier können auch Nachbarn helfen und ein Auge auf Ihren Grund werfen und den Postkasten leeren.
 
Allgemein gilt: Je bewohnter das Haus aussieht, desto unwahrscheinlicher ist ein Einbruch. Es gibt genug Möglichkeiten, welche ein leerstehendes Haus bewohnt aussehen lassen können. Zeitschaltuhren erweisen sich genau deshalb seit Jahrzehnten als DIE Helfer wenn man im Urlaub ist. Eine neuere, modernere Version davon sind TV Simulatoren. Einmal im Wohnzimmer aufgestellt und angeschaltet ( wie zum Beispiel durch eine Zeitschaltuhr), simuliert der TV Simulator das typische Licht und Flackern des Fernsehers. Es wechselt Farbe und Geschwindigkeit. Und das so realistisch, dass man von außen keinen Zweifel hat, dass jemand Zuhause ist.
 


Der klassische Gartenzaun

Zäune oder Hecken – allgemein eine „Einfriedung“ – stellen ein erstes Problem für Eindringlinge dar. Ob im Gartenbereich oder im Vorgarten, jene Einfriedungen sind wesentliche Elemente für gute Einbruchprävention. Hierbei ist auf den Bebauungsplan des Grundstücks (und den der Nachbargrundstücke) zu achten.
 
Einen Ein- und Ausgang durch die Einzäunung bieten Garten-, Hof-  und Garagentore. Sie gewähren zutrittsberechtigten Personen mittels Schlüssel den Zutritt zu Grund und Haus. Es ist daher unabdingbar die Gartentore immer zu verschließen – selbst wenn man daheim ist. Eine komfortable Alternative bieten selbsttätig schließende Tore mit elektrischem oder elektronischem Türschloss.
  


Sichtschutz durch Hecke oder Zaun: Ja oder Nein?

Eine Einzäunung ist ein gutes Hilfsmittel für die Einbruchsprävention. Hier könnte man meinen: Je höher, desto besser. Das ist aber falsch. Man muss besonders bei einbruchgefährdeten Stellen am Haus darauf achten, dass hohe Heckenpflanzen, Sträucher oder Mauern keinen Sichtschutz für die Diebe darstellen. Beachten Sie dies also beim (Ver)bauen der Einfriedung.
  


Gegensprechanlagen

Es liegt auf der Hand, dass Gegensprechanlagen (auch Türsprechanlagen) eines der optimalsten Mittel zur Einbruchprävention sind. Ein zuvoriges Überprüfen der Personen an der Tür ist einer der wichtigsten Punkte für ihren Schutz. Öffnen Sie nicht guten Willens jeder Person die Eingangstür, vergewissern Sie sich mit Hilfe einer Türsprechanlage – gegebenenfalls auch in Kombination mit einer in der Anlage eingebauten Kamera – wer hier das das Haus betreten möchte.
 


Unfreiwillige Hilfsmittel im Garten


Diebe machen sich ihr Leben nicht komplizierter als unbedingt notwendig – sie dringen dort ins Objekt ein, wo sie ohne Weiteres hingelangen.
 
Somit kann eine Mülltonne, Gartenmöbiliar, eine Leiter oder ein nahe stehender Baum einem Einbrecher als Hilfsmittel dienen, um so zum Balkon oder höher gelegene, gekippte Fenster zu gelangen.
 
Wenn möglich verstauen sie diese Dinge in der Garage. Wenn bestimmte potenzielle Hilfsmittel nicht entfernt werden können, ist es ratsam, die Fenster laut der empfohlenen Polizeipraxis mit Sicherheitstechnik aufzurüsten oder durch ein einbruchshemmendes Fenster zu ersetzen.
  


Weitere Sicherheit durch Telefon

Durchdachte Einbruchprävention beinhaltet auch den Blick auf die verlegten Leitungen.  Verlegen Sie ihre Telefonleitungen wenn möglich unter der Erde, damit im Ernstfall der Einbrecher nicht die Verbindung zur Außenwelt kappen kann. Behalten Sie Ihr Handy bei Nacht stets in Bettnähe. Die Polizei freut sich über eine gut beleuchtete Hausnummer. Diese ist wichtig, damit diverse Notdienste sie im Notfall auch bei Nacht leicht finden können.